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Angespannte Lage in Kenia nach Welle der Gewalt mit hunderten Toten

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Angespannte Lage in Kenia nach Welle der Gewalt mit hunderten Toten

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Angesichts der schweren Ausschreitungen in Kenia haben politische Führer weltweit zur Mäßigung aufgerufen. Hintergrund der schweren Unruhen ist der umstrittene Ausgang der Präsidentenwahl vom vergangenen Sonntag.

Amtsinhaber Mwai Kibaki hatte sich zum Sieger erklärt. Die frühere Kolonialmacht Großbritannien appellierte an Kibaki und den angeblich unterlegenenOppositionskandidaten Odinga, eine gemeinsame Regierungsbildung zu versuchen. Die Afrikanische Union will zwischen den Kontrahenten vermitteln.

Seit der Wahl am 27. Dezember sind mehr als 270 Menschen bei Zusammenstößen und Anschlägen ums Leben gekommen – vor allem im Umkreis der Hauptstadt Nairobi sowie im Westen des Landes, wo die Opposition besonders viele Anhänger hat. Dort kam es zu einer der schlimmsten Gewalttaten: In dem Ort Eldoret setzte ein rasender Mob eine Kirche in Brand. Etwa fünfzig Menschen kamen in den Flammen ums Leben – nach Angaben des kenianischen Roten Kreuzes vor allem Frauen und Kinder.

Angesichts der Gewalt sind Tausende Menschen auf der Flucht. Lebensmittel und Treibstoff sind knapp geworden. Viele Geschäfte haben seit den Wahlen geschlossen. In Supermärkten, die vorübergehend geöffnet hatten, kam es zu Hamsterkäufen.