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Parlamentswahl in Pakistan um sechs Wochen aufgeschoben

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Parlamentswahl in Pakistan um sechs Wochen aufgeschoben

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Die Parlamentswahl in Pakistan wird um sechs Wochen aufgeschoben: Dies gab die Wahlkommission in der Hauptstadt Islamabad bekannt. Die Wahl soll nun am 18. Februar stattfinden.

Nach dem Mord an der Oppositionsführerin Benazir Bhutto hatte die Regierung einen Aufschub gefordert. Bhuttos Partei wollte allenfalls einen kurzen Aufschub akzeptieren. Präsident Pervez Musharraf hatte sich für einen Termin nach dem 10. Februar ausgesprochen; davor würden muslimische Feste die Wahlvorbereitungen behindern. Nach der Entscheidung der Kommission wollte er sich in einer Fernsehansprache an die Bevölkerung wenden.

Bei einem Treffen in der Hauptstadt Islamabad bot der französische Außenminister Bernard Kouchner der pakistanischen Führung Hilfe europäischer Experten bei der Aufklärung des Bhutto-Mords an. Muscharraf beschuldigt pakistanische Terroristen des al-Qaida-Netzwerks.

In dem halbautonomen Stammesgebiet Nord-Wasiristan, das als Rückzugsraum der al-Qaida und der Taliban gilt, kam es nach Militärangaben zu schweren Kämpfen; dabei seien mindestens 25 Taliban-Extremisten getötet worden. Anhänger der ermordeten Benazir Bhutto trauern weiter um die einstige Oppositionsführerin. Sie war am 27.Dezember im Wahlkampf von einem Selbstmordattentäter getötet worden.