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Pervez Musharraf äußert sich in Fernsehansprache

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Pervez Musharraf äußert sich in Fernsehansprache

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In einer Fernsehansprache hat der pakistanische Präsident Pervez Musharraf den Tod der Oppositionspolitikerin Benazir Bhutto als Tragödie bezeichnet. Um den Mord aufzuklären, bitte er die britische Polizei um Hilfe, so Musharraf. Ein Team von Scotland Yard werde unverzüglich einreisen. Er bedankte sich in dem Zusammenhang bei dem britischen Premierminister Gordon Brown für seine Unterstützung.

Zuvor hatte die Wahlkomission in der Hauptstadt Islamabad bekannt gegeben, dass die Parlamentswahl um knapp sechs Wochen – auf den 18. Februar – verschoben werde. Pakistans Oppositionsparteien reagierten mit Unverständnis auf die Verschiebung. Sie werfen der Regierung vor, damit eine sonst zu erwartende Niederlage abwenden zu wollen. Musharraf begründete diesen Schritt jedoch als unvermeidbar. Grund seien die nach dem Tod von Bhutto ausgebrochenen Unruhen. Der Präsident zeigte sich überzeugt, dass Bhutto von Terroristen der al-Quaida getötet wurde. In dem halbautonomen Stammesgebiet Nord-Wasiristan, das als Rückzugsraum der al-Qaida und der Taliban gilt, wurden nach Militärangaben mindestens 25 Taliban-Extremisten getötet.