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Diplomatische Bemühungen zur Beruhigung der Lage in Kenia

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Diplomatische Bemühungen zur Beruhigung der Lage in Kenia

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Angesichts der schweren Unruhen in Kenia haben die EU und die USA die Bildung einer Koalition angeregt. Regierung und Opposition sollten versuchen, eine gemeinsame Lösung zu finden, sagte US-Außenministerin Condoleezza Rice nach einem Gespräch mit dem EU-Außenbeauftragten Javier Solana. Die EU erwägt zudem die Entsendung einer Beobachtermission.

Auch Deutschland versucht, die Lage zu beruhigen. Der deutsche Botschafter in Nairobi, Walter Lindner, verhandelt mit den Konfliktparteien. Zuvor hatte Oppositionsführer Raila Odinga dem deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier in einem Telefonat zugesagt, seine Anhänger zur Mäßigung aufzurufen.

Und auch Erzbischof Desmond Tutu reiste nach Kenia, um zu vermitteln. Zum Auftakt seiner Mission traf der südafrikanische Friedensnobelpreisträger zu einem zweistündigen Gespräch mit Odinga zusammen. Unklar war zunächst, ob auch Präsident Mwai Kibaki bereit sein würde, Tutu zu empfangen.

Die Stimmung in der Hauptstadt Nairobi ist angespannt. Die meisten Geschäfte bleiben geschlossen, auf den Straßen sind nur wenige Menschen unterwegs. Kenianische Zeitungen appellieren an die Bevölkerung, mit Schlagzeilen wie: “Rettet unser geliebtes Land”.