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Kenias Opposition sagt Großkundgebung kurzfristig ab

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Kenias Opposition sagt Großkundgebung kurzfristig ab

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Kurz vor Beginn einer Großkundgebung in der kenianischen Hauptstadt Nairobi hat die Opposition hat die Veranstaltung abgesagt. Im Vorfeld der Kundgebung war es zu Zusammenstößen zwischen Oppositionsanhängern und der Polizei gekommen. Diese ging mit Wasserwerfern gegen mehrere hundert Demonstranten vor, die versuchten, eine Kreuzung in Nairobi zu blockieren. Am Versammlungsort zogen zahlreiche mit Schlagstöcken bewaffnete Polizisten und Angehörige paramilitärischer Verbände auf.

Die Opposition begründete die Absage der Kundgebung damit, dass sie den Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten und dem damit verbundenen Blutvergießen ein Ende machen wolle. Oppositionsführer Odinga hatte Hunderttausende Teilnehmer erwartet. Viele Menschen hatten sich bereits aus dem Vororten von Nairobi auf den Weg in die Innenstadt gemacht. Dort herrschte gespannte Ruhe. Die Straßen waren leer, die Geschäfte blieben geschlossen. In ganz Kenia war es nach dem umstrittenen Wahlsieg von Präsident Mwai Kibaki zu schweren Ausschreitungen mit Hunderten Todesopfern gekommen – und so lautet auch der Aufruf vieler Zeitungen: “Rettet unser geliebtes Land”.