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Scotland Yard beginnt Ermittlungen zum Bhutto-Mord - Neues Attentats-Video bringt keine Klarheit

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Scotland Yard beginnt Ermittlungen zum Bhutto-Mord - Neues Attentats-Video bringt keine Klarheit

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Keine einfache Aufgabe wartet in Pakistan auf Scotland Yard. Präsident Pervez Musharraf hatte ein Team der Londoner Polizei angefordert, um den Mord an Oppositionsführerin Benazir Bhutto aufzuklären. Aber ob die Briten tatsächlich alle Hintergründe des Attentats aufklären können, bleibt fraglich. Schließlich ist nicht einmal sicher, woran Bhutto starb – und auch ein neues Video des Anschlags trägt kaum zur Klärung bei.

Laut der Regierung duckte sich Bhutto bei der Explosion, stieß mit dem Kopf gegen das Verdeck des Fahrzeugs und zog sich einen Schädelbruch zu. Augenzeugen beharren darauf, dass Bhutto an Schussverletzungen starb – und auch an der Obduktion beteiligte Ärzte distanzierten sich inzwischen vorsichtig von der Regierungsversion. Eine erneute Autopsie, die Klarheit schaffen könnte, lehnt Bhuttos Ehemann ab. Ebenso unklar ist, wer hinter dem Attentat steckt. Pakistans Präsident Pervez Musharraf beschuldigt weiterhin Al-Kaida. Teile von Bhuttos Volkspartei hingegen vermuten, dass die Regierung und das Militär den Anschlag einfädelten.

Zumindest die Lage im Land hat sich etwas beruhigt. Nachdem Musharraf die Verschiebung der Parlamentswahlen auf Februar angekündigt hatte, kam es nicht wie befürchtet zu neuen Demonstrationen. Die meisten Geschäfte und Schulen sind wieder geöffnet. Zumindest vorerst werden die Experten von Scotland Yard in relativer Ruhe arbeiten können.