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Zahlreiche Tote und Verletzte bei Anschlag im türkischen Kurdengebiet

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Zahlreiche Tote und Verletzte bei Anschlag im türkischen Kurdengebiet

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In der türkischen Stadt Diyarbakir sind bei einem Anschlag auf ein Militärfahrzeug am Donnerstag mindestens vier Menschen getötet worden – zwei türkische Soldaten und zwei Kinder. Mehr als 50 Menschen wurden verletzt; manche Quellen sprechen sogar von bis zu 70 Verletzten. Laut Medienberichten explodierte die Bombe direkt neben dem Fahrzeug, in einer belebten Gegend der Stadt. So befindet sich etwa eine Privatschule in unmittelbarer Nähe des Anschlagsorts. Unter den Verletzten sind auch mehrere Schüler, die gerade das Gebäude verließen. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan berief umgehend ein Treffen mit Experten der türkischen Geheimdienste ein.

Diyarbakir nahe der Grenze zum Irak ist die größte Stadt im türkischen Kurdengebiet. In den vergangenen Monaten eskalierte hier der Konflikt zwischen der türkischen Armee und der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. Ankara hat Tausende Soldaten an der Grenze zum Irak stationiert und führt immer wieder Militäroperationen gegen mutmaßliche PKK-Stellungen im Nordirak durch. Während der Feiertage waren die türkischen Truppen in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden, da man Anschläge von PKK-Rebellen befürchtete.