Eilmeldung

Eilmeldung

Neue Zusammenstöße im Müllkrieg von Neapel

Sie lesen gerade:

Neue Zusammenstöße im Müllkrieg von Neapel

Schriftgrösse Aa Aa

Im Müllkrieg von Neapel ist es erneut zu Zusammenstößen gekommen. Erboste Bewohner des westlichen Vororts Pianura hatten wiederum gegen die Wiedereröffnung einer umstrittenen Mülldeponie protestiert. Sie war 1996 geschlossen worden. Die Bewohner fürchten nun um ihre Gesundheit. Schon am Vortag war es zu Zusammenstößen gekommen. Anwohner hatten die Zufahrtswege zu der Mülldeponie blockiert. Seit Weihnachten haben die Stadt Neapel und ihr Umland paktisch keine Müllabfuhr mehr, da die Deponien nicht ausreichen. Die Müllberge wachsen in der Innenstadt und in den Randkommunen.
Demonstranten und Politiker der Mitte-Rechts-Opposition fordern seit langem den Rücktritt der Bürgermeisterin Rosa Russo Iervolino und von Antonio Bassolino, Präsident der Region Kampanien. Staatpräsident Giorgio Napolitano
(der, wie der Name andeutet, aus Neapel stammt) sagte , er nur besorgt, er sei vielmehr alarmiert.
Das Problem entstand nicht erst Ende Dezember: Seit vielen Monaten streiten Politiker und Bürger über die Einrichtung neuer Müll-Verbrennungsanlagen. Denn die Bürger wollen solche Anlagen nicht in ihrer Nähe haben.