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Scotland Yard beginnt Untersuchungen zum Bhutto-Mord in Pakistan

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Scotland Yard beginnt Untersuchungen zum Bhutto-Mord in Pakistan

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Fünf Polizeibeamte von Scotland Yard haben am Samstag in Pakistan mit den Ermittlungen zum Mord an Oppositionsführerin Benazir Bhutto begonnen. Sie dürfen allerdings nicht aktiv ermitteln, sondern müssen sich auf kriminaltechnische Unterstützung beschränken. Zunächst besuchten die Briten den Anschlagsort in Rawalpindi. Dort waren kurz nach dem Attentat die Straßen gereinigt und damit möglicherweise Spuren vernichtet worden, was auf scharfe Kritik gestoßen war. Später sollte auch Bhuttos Auto untersucht werden, um Hinweise auf die Todesursache zu finden. Die pakistanische Regierung beharrt darauf, dass Bhutto an einem Schädelbruch starb. Videos scheinen allerdings die Version von Augenzeugen zu bestätigen, wonach die Politikerin erschossen wurde, bevor sich ein Attentäter in die Luft sprengte.

Bei dem Attentat waren am 27. Dezember neben Bhutto 16 weitere Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Bhuttos Ehemann beschuldigte erneut die pakistanische Regierung, für den Tod seiner Frau verantwortlich zu sein, und verlangte eine unabhängige UN-Untersuchung.