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Orthodoxes Weihnachtsfest im Kosovo: Serben wünschen sich keine Unabhängigkeit

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Orthodoxes Weihnachtsfest im Kosovo: Serben wünschen sich keine Unabhängigkeit

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Es ist kalt im Kosovo. Doch hier wird nicht Brennholz für den Kamin gesammelt, sondern für das traditionelle orthodoxe Weihnachtsfest. Das feiern die Serben in der Unruheprovinz an diesem Montag. Dann werde die Bäume zur Erinnerung an Jesu Geburt angezündet.

In diesem Jahr bietet Weihnachten auch Gelegenheit für politische Töne. “Wir werden das Kosovo mit allen Mitteln verteidigen”, sagt ein Jugendlicher. “Ich werde von hier nie weg gehen.” Ein anderer spricht davon, seine Heimat nicht zu verlassen. Er hat die Hoffnung, dass dies nicht das letzte Weihnachten ist, das sie hier feiert.

Das orthodoxe Fest ist für die serbische Minderheit im Kosovo Anlaß, ihre eigene Existenz der internationalen Gemeinschaft wieder ins Gedächtnis zu rufen. Die von moslemischen Albanern dominierte Provinz steht davor, sich von Serbien loszusagen.

Das wäre für die EU ein Dilemma. Denn dem vom Westen vertretenen Prinzip des Rechts auf Selbstbestimmung steht eine realpolitische Ratlosigkeit gegenüber, wie es im Kosovo weitergehen soll. So haben die orthodoxen Weihnachtswünsche in diesem Jahr ganz praktische Bedeutung.