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Hunderte Menschen haben in Neapel erneut gegen die Zustände demonstriert und sind entschlossen ihre Proteste fortzusetzen

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Hunderte Menschen haben in Neapel erneut gegen die Zustände demonstriert und sind entschlossen ihre Proteste fortzusetzen

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Denn die Angelegenheit stinkt im wahrsten Sinn des Wortes zum Himmel: der Müll. In der italienischen Metropole sind es schätzungsweise 4.000 Tonnen, im Großraum Neapel sollen es nicht weniger als 100.000 Tonnen Unrat sein.

“Wir, die Mütter von Pisani, haben uns organisiert. Wenn am Montagmorgen die Glocke läutet, werden wir unsere Kinder nicht zur Schule gehen lassen.”

Ministerpräsident Romano Prodi hat die Öffnung der Schulen angeordnet, die Bürger sind aus Angst vor Krankheiten und Epidemien dagegen.

“Die Kinder, die nicht zur Schule gehen, werden ihre Ferien auch nicht im Gebirge verbringen, sie werden daheim die gleiche verpestete Luft einatmen”, so Prodi.

Nun will die Regierung die Armee zur Räumung einsetzen.

Es herrscht Müll-Krieg in Neapel.

“Die Fahrzeuge, mit denen der Abfall auf den Halden fortgeräumt wird, stehen still, weil Giftstoffe gefunden worden sind”, erklärt dieser Mann.

Das Müll-Problem ist alt, die Hintergründe undurchsichtig, auch die Camorra ist verwickelt. Und die Armee wird diesen Krieg nicht gewinnen können.