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Saakaschwili feiert Wiederwahl zu Weihnachten

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Saakaschwili feiert Wiederwahl zu Weihnachten

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Ein jovialer Händedruck von Michail Saakaschwili für Oppositionsführer Lewan Gatschetschiladse in der Christmette: Der georgische Staatspräsident feierte das orthodoxe Weihnachtsfest diesmal mit einem besonderen Geschenk: mit 52,8 Prozent der Stimmen sei er im ersten Wahlgang wiedergewählt worden beschied der Wahlausschuß; noch fehlende Stimmen aus dem Ausland würden daran nichts mehr ändern.

Der anhaltende Kritik der Opposition widersprach Saakaschwili energisch: “Ich würde die Kluft nicht übertreiben. Der Wahlkampf verlief sehr gut. Wenn in jedem normalen europäischen Land ein Kandidat mehr als 50 % gewinnt, nennt man das einen Erdrutsch. Warum sollte das in Georgien anders sein. Wir haben keine 90-Prozent-Ergebnisse wie in anderen Ländern. In einem europäischen Land ist so ein Ergebnis wie unseres ein großer Erfolg”.

Vor vier Jahren hatte Saakaschwili noch fast 96 Prozent bekommen. Beobachter sprechen deshalb von einem Denkzettel für den Präsidenten, dem sie einen zunehmend autoritären Regierungsstil bescheinigen.

Die Georgier feierten am Montag Weihnachten. Erst nach dem Fest will die Opposition wieder gegen den Wahlausgang demonstrieren.