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Almunia: Wirtschaftsaussichten für 2008 schlechter als erwartet

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Almunia: Wirtschaftsaussichten für 2008 schlechter als erwartet

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Der Europäischen Union stehen 2008 härtere wirtschaftliche Zeiten bevor als zunächst angenommen. Zu dieser Einschätzung kommen die slowenische Ratspräsidentschaft und die EU-Kommission. Die erst zwei Monate alte Brüsseler Wachstumsprognose von 2,4 Prozent für 2008 sei zu optimistisch und werde nicht zu halten sein, hieß es. Realistischer seien zwei Prozent.

EU-Währungskommissar Joaquin Almunia machte in einem EuroNews-Interview vor allem importierte Probleme wie die Kreditkrise in den USA verantwortlich. Diese habe die Finanzmärkte angesteckt, und das habe negative Auswirkungen auf die Konjunktur. Denn der Zugang zu Krediten sei schwerer geworden. Und dies habe die wirtschaftlichen Aussichten schlechter werden lassen als noch vor einigen Monaten gedacht.

Die wachsenden Unsicherheiten gründen sich etwa auf verschiedene Indizes zum Geschäftsklima und zum Vertrauen der Unternehmen in die Zukunft.
Diese Stimmungsbarometer gingen in den vergangenen Wochen nach unten.

Unter Analysten umstritten bleibt indes, wie sich die Europäische Zentralbank auf ihrer ersten Zinssitzung im neuen Jahr an diesem Donnerstag verhält. Die Konjuntkurschwäche würde normalerweise eine Zinssenkung nahelegen. Doch wegen der von EZB-Präsident Trichet erst am Montag geäußerten Inflationswarnungen erscheint dies unwahrscheinlich.