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Demonstration im Senegal gegen EU-Afrika Freihandelsabkommen

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Demonstration im Senegal gegen EU-Afrika Freihandelsabkommen

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In der senegalesischen Haupstadt Dakar haben mehrere Tausend Menschen gegen das neues Freihandelsabkommen demonstriert, das die Europäische Union den Ländern des afrikanischen Kontinents angeboten hat. Das Abkommen, sollte die bisher geltenden Regeln ersetzen, die den Afrikanern einen zollfreien Zugang zum europäischen Markt gewährten. Der Abgeordnete Khadiem Tabet erklärt, dass der senegalesische Präsident Abdoulaye Wade zu dem Marsch aufgerufen hatte, um die Ablehnung des ganzen Kontinents gegen das neue Abkommen zu zu zeigen. Denn, so Tabet, es bietet den Afrikanern keinerlei Vorteile. Viele afrikanische Länder befürchten, dass sie durch das Freihandelsabkommens einer Konkurrenz ausgesetzt werden, der sie nicht standhalten können.

Den bisher gültigen zollfreien Zugang, den die EU den Staaten Afrikas, der Karibik und des Pazifik zu ihrem Markt gewährte, hatte die Welthandelsorganisation aber für unvereinbar mit ihren Regeln erklärt. Sie würden dem Prinzip des gleichen Zugangs zu den Märkten für alle Staaten widersprechen. Auf dem Afrika-Europa Gipfel vor einem Monat hatten dem dem Senegal elf weitere Staaten die Unterschrift unter das neue Abkommen verweigert. Aber die bisherigen Regeln gelten seit dem ersten Januar auch nicht mehr.