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Italienische Regierung kündigt "radikale" Maßnahmen gegen Neapels Müll an

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Italienische Regierung kündigt "radikale" Maßnahmen gegen Neapels Müll an

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In Neapel haben erneut tausende Menschen gegen die Müllkrise in ihrer Region demonstriert. Seit Wochen wird in der Millionenstadt und den Umlandkommunen der Müll nicht mehr abgeholt. Die italienische Regierung hat für heute so wörtlich “radikale” Maßnahmen gegen die Müllkrise in Neapel angekündigt.

Das Geschäft mit der Müllentsorgung ist nach Ansicht von Experten nach dem Drogenschmuggel die wichtigste Einnahmequelle der Camorra, die öffentliche Gebühren für die Entsorgung unterbietet und illegale Deponien betreibt. Einige Müllhalden der Camorra sind vom Staat geschlossen worden.

Richter Raffaele Cantone sagte: “Die Camorra hat enorme Mengen toxischen Mülls in die Erde gekippt. Es geht um sehr viel Geld in dem Sektor.”

Die Einwohner des westlichen Vororts Pianura wehren sich jedoch gegen die Wiederinbetriebnahme einer Deponie, die vor mehr als zehn Jahren geschlossen wurde. Sie fürchten um ihre Gesundheit. Die Polizei setzte Schlagstöcke ein, Demonstranten warfen Steine. Mehrere Menschen wurden verletzt