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Reformen und Hochzeitspläne im Fokus von Sarkozys Neujahrspressekonferenz

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Reformen und Hochzeitspläne im Fokus von Sarkozys Neujahrspressekonferenz

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Der wegen seines Privatlebens in die Schlagzeilen geratene französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat die traditionelle Neujahrspressekonferenz des Staatsoberhauptes dazu genutzt, um sich für weitreichende Reformen in Frankreich und auf internationaler Ebene einzusetzen.

Eine Frage hatte die rund ssechshundert Journalisten auf Sarkozys erster großer Pressekonferenz seit seinem Amtsantritt ganz besonders beschäftigt: wird er seine neue Freundin Carla Bruni heiraten und wenn ja wann?

Doch bevor sie endlich die Antwort darauf erhielten, mußten sie fast eine Stunde lang Sarkozys Ausführungen zur Lage Frankreichs und Welt über sich ergehen lasssen. So will Sarkozy die
will die französische EU-Ratspräsidentschaft für eine stärkere Reglementierung der internationalen Finanzmärkte nutzen. Der Kapitalismus müsse “moralisiert” werden. Die G8-Gruppe solle um China, Brasilien und Indien erweitert werden, der Weltsicherheitsrat um Deutschland.

Sarkozy bekräftigte das “Recht aller Länder” auf die zivile Nutzung der Atomkraft, auch der arabischen Länder, denen Frankreich bereits eine Zusammenarbeit angeboten hat.

Und dann schließlich sprach eine Journalistin das Thema an, das Sarkozy vermieden hatte. Wann werde er das italineische Ex-Model ehelichen?

Es werde nicht die Sonntagszeitung Journal de Dimanche sein, die das Hochzeitsdatum festsetze.
Und die Chancen seien groß, daß Sie von der Trauung erst erführen, wenn sie schon passiert sei, sagte Sarkozy den Journalisten voraus.

Sarkozy und Bruni hatten sich im Weihnachtsurlaub als Liebespaar gezeigt und Spekulationen ausgelöst.

Protokolarisch bereitet die Beziehung Probleme: zu seinem Staatsbesuch in Saudi-Arabien darf Sarkozy seine Geliebte nicht mitnehmen. Kontakte zwischen unverheirateten Männern und Frauen sind dort verboten – auch für Staatsgäste.

Und das indische Protokoll weigert sich Bruni wie eine Ehefrau zu behandeln. Das sei unmöglich, heißt es in Neu Dehli.

Jetzt überlegt man sich, wie sie in das offizielle Besuchsprogramm einbezogen werden kann. Sarkozy reist am 24. Januar nach Indien, kommenden Sonntag wird er vom saudi-arabischen König Abdullah empfangen – ohne Carla Bruni.