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Saakaschwilis Wahlsieg bleibt umstritten

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Saakaschwilis Wahlsieg bleibt umstritten

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Georgiens Präsident ist nach offiziellen Angaben wiedergewählt worden; das Ergebnis bleibt aber umstritten. Laut Wahlkommission bekam Michail Saakaschwili im ersten Wahlgang knapp 53 Prozent; eine Stichwahl bleibt ihm damit erspart.

Saakaschwili sieht die Präsidentenwahl als gelungen: Manche Kritik sei ein bisschen voreilig gewesen, sagt er, und habe wohl eher auf Klischees und auf Mangel an Informationen beruht. Vieles sei inzwischen klarer geworden. Auf jeden Fall habe die Wahl gezeigt, dass Georgien ein demokratisches Land sei, ein Leuchtturm der Demokratie in diesem Teil der Welt.

Der Zweitplatzierte bei dieser Wahl, Lewan Gatschetschiladse, hat nicht einmal halb so viele Stimmen bekommen wie Saakaschwili. Die Opposition wirft dem alten und neuen Präsidenten nun Wahlbetrug vor.

Von hunderttausend manipulierten Stimmen spricht eine Oppositionspolitikerin; Unterschriften und Stempel seien gefälscht worden, Zahlen beim Zusammenrechnen geändert. Die Welt, die Saakaschwili jetzt zum Präsidenten machen wolle, müsse wissen, dass das so nicht laufe: Es werde noch eine zweite Wahlrunde geben.

Wahlbeobachter haben bei der Abstimmung Mängel entdeckt, halten sie aber nicht für entscheidend und sehen auch keinen bewussten Fälschungsversuch. Trotzdem plant die Opposition für heute eine Großkundgebung.