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Vor Bush-Trip: Spannung im Nahenosten steigt

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Vor Bush-Trip: Spannung im Nahenosten steigt

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Vor dem Beginn der Nahostreise von US-Präsident Bush ist die Spannung in der Region merklich gestiegen. In der Nacht zum Dienstag wurde die israelische Grenzstadt Schlomi vom Südlibanon aus mit Raketen beschossen. Verletzt wurde niemand, es entstand lediglich geringer Sachschaden.

Mit Massengebeten an der Klagemauer protestierten rechtsgerichtete Juden gegen den Besuch Bushs. Sie werfen ihm vor, den Rückzug Israels aus den besetzten Gebieten zu betreiben.

Die jüdischen Siedler haben erstmals seit langem ihren politischen Rückhalt in Israel verloren, stellt der Politikwissenschaftler Reuven Hazan von der Hebräischen Universität in Jerusalem fest: “Die gegenwärtige Koalition wird erstmals seit langem von einer parlamentarischen Mehrheit unterstüzt, die für die Aufgabe von Siedlungen ist. Um das durchzuführen, brauchen wir aber nicht amerikanischen Druck sondern einen vernünftigen Partner auf der Gegenseite”, sagte Professor Hazan.

“Die meisten Palästinenser sind skeptisch, weil sie das schon oft gesehen haben. Wir wollen aber, daß den Worten endlich auch Taten folgen. Wir sehen, daß die Siedlungspolitk vor Ort trotzdem weitergeführt wird, obwohl die Israelis einen Stop des Siedlungsbaus versprochen haben”, beklagt der palästinsische Experte Ali Jirbawi.

In Gaza protestierten mehrere hundert Palästinenser gegen die von den USA und Israel nach dem Sieg der Hamas betriebene Blockade des Gazastreifens. 60 Särge führten sie mit sich, Symbole für jene 60 Palästineser, die von den Israelis allein im Gazastreifen in den vergangenen Wochen getötet wurden.