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Ölförderung in Frankreich - ein interessanter Tropfen

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Ölförderung in Frankreich - ein interessanter Tropfen

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Dies ist nicht Texas, sondern nahe der zentralfranzösischen Stadt Orleans. Und doch: Hier wird Erdöl gefördert. Nicht viel, aber immerhin. Bei Marktpreisen knapp unter 100 Dollar pro Barrel steigt in Frankreich das Interesse an der heimischen Produktion. Diese ist kostenaufwendig, wird angesichts der Preisexplosion nun aber rentabel.

“Wir produzieren etwa 50.000 Tonnen pro Jahr, in diesem Zeitraum könnte man bis zu 12.000 Autos fahren lassen”, sagt der Leiter der Förderanlage, Emmanuel Mousset. “Wir hoffen, dieses Volumen dank neuer Entdeckungen zu verdoppeln.”

Doch auch damit könnte der heimische Bedarf nicht gedeckt werden. 2006 wurden in Frankreich 21.500 Barrel täglich produziert. Verbraucht wurden im gleichen Zeitraum knapp zwei Millionen Barrel pro Tag. Die wichtigsten Importländer sind Norwegen, Russland und Saudi-Arabien.

Der Höhepunkt der französischen Ölförderung wurde in den späten achtziger Jahren erreicht. Inzwischen wurden vielversprechende neue Reserven entdeckt.
Regional gibt es drei Zentren: das Pariser Becken, das Elsass und Aquitanien im Südwesten des Landes.