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Bush setzt Nahostreise fort

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Bush setzt Nahostreise fort

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US-Präsident George W. Bush setzt am Donnerstag seinen Nahostbesuch fort. Bush wurde am Mittwoch vom israelischen Präsidenten Shimon Peres empfangen. Er sei mit großen Hoffnungen gekommen. Die Rolle der USA sei es, den Frieden zu fördern, Israel und Palästinenser müßten aber hart daran arbeiten, daß diese Vison Wirklichkeit werde, sagte Bush.

An seinem zweiten Besuchstag will Bush in Ramallah Palästinenserpräsident Mahmud Abbas treffen. Es ist der erste Besuch eines US-Präsidenten im Westjordanland seit der israelischen Besetzung im Jahr 1967. Nach seinen Gesprächen in Ramallah will Bush Bethlehem besuchen.

Viel erwarten die Menschen in den besetzten Westjordanland nicht von Bush: “Als Christ ist er willkomen, sich die Geburtskirche anzusehen. Aber der Besuch nutzt weder dem palästinensischen Volk noch der Palästinenser Frage” meint Micael Qanawati.

Im Gaza-Streifen, wo man unter der israelischen Blockade leidet stellt man konkrete Forderungen an Bush: “Wir erwarten, daß er Druck auf Israel ausübt, die Angriffe auf die Palästinenser und den Siedlungsbau zu stoppen”.

Am selben Tag, an dem Bush in Israel eintraf, um den in Annapolis eingeleiteten Friedensprozess voranzubringen, töteten Israelische Soldaten im Gazastreifen drei Palästinenser – ein Vergeltungsschlag für den Beschuß der südisraelischen Grenzstadt Sderot.