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Französisch-spanisches Gipfeltreffen in Paris

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Französisch-spanisches Gipfeltreffen in Paris

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In Sachen illegaler Einwanderung waren sich Sarkozy und Zapatero schnell einig. Beide Länder wollen enger zusammenarbeiten. Der Ärger Frankreichs darüber, daß die spanische Regierung mehrere Hundertausend illegale Einwanderer legalisiert hatte, schien verschwunden, angesichts neuer Bedrohungen und gemeinsamer Herangehensweisen. Luis Zapatero sagte: “ Wir haben zusammen wichtige Entscheidungen getroffen. Für die Zukunft heißt dies, daß wir stärker gemeinsam gegen Terroristen vorgehen um Anschläge auszuschließen, weitere Gewalttaten zu verhinden und um vorzubeugen.”

Der Kampf gegen die baskische Untergrundorganisation ETA ist einer der Gründe für die Zusammenarbeit. Immer wieder gehen verdeckte Maßnahmen gegen die Terrororganisation schief, weil die Behörden untereinander nichts davon wissen. Im französisch-spanischen Grenzgebiet will die ETA ein unabhängiges Baskenland. Nicolas Sarkozy hat klare Vorstellungen.

“Die ETA ist eine Bande von Verbrechern. Wir dürfen sie nicht agieren lassen. Weder in Frankreich noch sonstwo. Spanien hat bereits einen hohen Preis gezahlt. Spanien darf sicher sein, daß Frankreich an ihrer Seite steht. Die Zapateroregierung kann auf uns zählen,” sagte er. Nicht immer sind die Verhandlungen der beiden Mittelmeerstaaten so harmonisch verlaufen. Zum 20. Mal sind beide Regierungen zu einem Gipfeltreffen zusammengekommen.