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Zentralbanken in Frankfurt und London lassen Zinsniveaus unverändert

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Zentralbanken in Frankfurt und London lassen Zinsniveaus unverändert

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In der Eurozone bleibt der wichtigste Leitzins vorerst unverändert bei vier Prozent. Das teilte die Europäische Zentralbank nach ihrer ersten Ratssitzung mit den zwei neuen Euro-Mitgliedern Malta und Zypern in Frankfurt mit.

Diese Entscheidung war allgemein erwartet worden. Eine Zinserhöhung ist wegen des anhaltenden Konjunkturabschwungs nicht möglich. Dagegen verbietet die hohe Inflation eine Senkung der Zinsen. Damit ist der Leitzins seit Juni 2007 konstant. In dieser Zeit gab es eine deutliche Zinssenkung in den USA und eine geringe Zinssenkung in Großbritannien.

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet begründete die Entscheidung des größer gewordenen Gouverneursrats mit den aktuellen Risiken für die Teuerung. Die EZB werde auch in Zukunft darüber wachen, dass Preisstabilität gewährleistet sei.

Auch in London blieb geldpolitisch alles beim alten. Die Währungshüter um Mervyn King ließen den Leitzins bei 5,5 Prozent und beendeten damit Tage lange Spekulationen in der Londoner City, die Zinsen könnten weiter sinken.

Allerdings dürfte dieser Zustand nach Meinung von Analysten nur von kurzer Dauer sein. Schon für Februar wird mit einer Zinssenkung gerechnet, um der lahmenden Konjunktur wieder auf die Beine zu helfen.

Zuletzt hatten enttäuschende Zahlen des Einzelhandels die Befürchtungen verstärkt, die britische Wirtschaft könnte sich 2008 deutlich verschlechtern. Dazu kommen ein Einbruch auf dem Immobilienmarkt und ein stark gefallenes Verbrauchervertrauen.