Eilmeldung

Eilmeldung

Bush ermahnt Israelis und Palästinenser und hofft auf Friedensvertrag bis zum Jahresende

Sie lesen gerade:

Bush ermahnt Israelis und Palästinenser und hofft auf Friedensvertrag bis zum Jahresende

Schriftgrösse Aa Aa

Auch wenn das Klima herzlich erscheint – die Botschaft von US-Präsident George W. Bush dürfte den Israelis wenig Freude bereiten. Unerwartet deutlich machte Bush bei seinem Nahost-Aufenthalt klar, dass die – so wörtlich – israelische Besetzung der palästinensischen Gebiete und vor allem der Siedlungsbau im Westjordanland beendet werden müssten. Zuvor war Bush in Ramallah mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zusammengetroffen und hatte die Palästinenser ermahnt, die Angriffe auf Israel einzustellen. Abbas und Bush halten den Abschluss eines israelisch-palästinensischen Friedensvertrags bis Jahresende für möglich.

Für rund eine Stunde flog der US-Präsident anschließend nach Bethlehem, um die Geburtskirche zu besuchen – ein privater Abstecher, den Bush ausdrücklich gewünscht hatte. Aber auch hier ging es letztlich um Politik. Und so skizzierte Bush seine große Vision für den Nahen Osten, deren Anfänge er noch als US-Präsident zu erleben hofft: “Eines Tages, nach der Gründung eines Palästinenserstaates, wird es keine Mauern und keine Kontrollpunkte mehr geben und die Menschen werden sich in einem demokratischen Staat frei bewegen können.”

Nicht allen gefällt diese Aussicht: In Jerusalem versammelten sich Hunderte Israelis zu einer Protestkundgebung gegen Bush und gegen Ministerpräsident Ehud Olmert. “Nicht einmal Bush kann dich noch retten”, so die Botschaft der Demonstranten an Olmert. Bush besucht am Freitag die Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem, bevor er nach Kuwait weiterreist.