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Bush fordert Ende der israelischen "Besetzung" der Palästinensergebiete

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Bush fordert Ende der israelischen "Besetzung" der Palästinensergebiete

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Nach politischen Gesprächen mit Israelis und Palästinensern hat US-Präsident George W. Bush am letzten Tag seiner Nahost-Reise die Holocaust-Gedenkstätte Jad Vashem in Jerusalem besucht. Gemeinsam mit seinem israelischen Amtskollegen Schimon Peres und Ministerpräsident Ehud Olmert ehrte Bush die sechs Millionen Juden, die von den deutschen Nationalsozialisten ermordet wurden.

Während seines dreitägigen Besuchs hatte Bush sich für eine baldige Schaffung eines palästinensischen Staates stark gemacht – möglicherweise noch vor Ende seiner Amtszeit. Auch von Israel erfordere dies “schmerzhafte Zugeständnisse”, so der US-Präsident, so müsse die seit 1967 andauernde “Besetzung” der palästinensischen Gebiete beendet werden – ein Wort das in diesem Zusammenhang nur selten von US-Stellen benutzt wird – und ein Abkommen solle Palästina zur Heimat des palästinensischen Volkes machen, “so wie auch Israel die Heimat des jüdischen Volkes ist”.

Von der Palästinensern verlangte Bush ein unverzügliches Ende der palästinensischen Raketenbeschüsse auf Israel. Bereits gestern hatte er in Ramallah mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas gesprochen. Beide hielten ungeachtet aller Probleme den Abschluss eines israelisch-palästinensischen Friedensvertrages bis Jahresende für möglich. Bush führte als erster US-Präsident Gespräche mit der Palästinenserführung in Ramallah. Der Besuch wurde von massiven Sicherheitsmaßnahmen begleitet. Auch Bethlehem, wo Bush die Geburtskirche Jesu besuchte, war hermetisch abgeriegelt.