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Bush verkündet Frieden in Nahost - Beobachter skeptisch

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Bush verkündet Frieden in Nahost - Beobachter skeptisch

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Seinen Besuch in Israel hatte George W. Bush mit einer Besichtigung der Holocaust-Gedenkstätte Jad Vashem in Jerusalem abgeschlossen. Eine Verbeugung vor den jüdischen Opfern des Nationalsozialismus, zum Ende seines ersten Besuchs als US-Präsident in der Krisen-Region. Nach sieben Jahren, in denen er sich wenig um den Konflikt zwischen Israelis und Palästinenser gekümmert hatte – und während in seiner Heimat bereits der Wahlkampf um seine Nachfolge anläuft – kündigte er nun Friedensverhandlungen an, die womöglich noch in diesem Jahr abgeschlossen werden könnten: “Der Ausgangspunkt für die Verhandlungen über einen endgültigen Status scheint klar: Die Besetzung, die seit 1967 andauert muss beendet werden! Ein Abkommen sollte Palästina zur Heimat des palästinensischen Volkes machen – so wie auch Israel die Heimat des jüdischen Volkes ist.”

In Ramallah begrüßte Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas die Wortwahl, denn von “Besetzung” der palästinensischen Gebiete sprechen sonst meist nur die Palästinenser selber. Beobachter auf beiden Seiten bezweifeln allerdings, dass Bushs Ankündigungen eine Chance haben verwirklicht zu werden: zu schwach sei sein Engagement, zu schwach seien innenpolitisch Abbas und der israelische Regierungschef Ehud Olmert.