Eilmeldung

Eilmeldung

Hoffnung nach Geisel-Freilassung in Kolumbien

Sie lesen gerade:

Hoffnung nach Geisel-Freilassung in Kolumbien

Schriftgrösse Aa Aa

Nach der Freilassung zweier Frauen aus jahrelanger Gefangenschaft der FARC-Rebellen ist wieder Bewegung in die Geiselkrise gekommen. In Kolumbien steigt nun die Hoffnung auf eine Wiederbelebung der seit sechs Jahren eingefrorenen Friedensgespräche und die Freilassung weiterer Geiseln.

Am Donnerstagabend waren Clara Rojas, Ex-Wahlkampfchefin der ebenfalls verschleppten damaligen Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt und die Parlamentsabgeordnete Consuelo Gonzalez in einem kolumbianischen Indiodorf freigelassen worden. Das venezolanische Fernsehen zeigte die Bilder der Geiselübergabe. Die beiden Kolumbianerinnen verabschiedeten sich per Handschlag von den Rebellen. Die Freilassung ist besonders ein Erfolg für den linksgerichteten venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez. Er hatte mit den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens Kontakt aufgenommen, um beide Frauen zu befreien.

Die FARC erklärten, sie seien bereit bis zu 50 der 3000 Geiseln im Austasuch gegen 500 einsitzende Guerilleros freizulassen. Ob Kolumbiens Präsident Alvaro Uribe darauf eingeht, gilt als fraglich. Der konservative Staatschef zeigte sich zunächst einmal glücklich über die Freilassung seiner Landsleute. Er fühle aber auch mit denen, die noch in Gefangenenschaft seien. Er bedankte sich beim venezolanischen Präsidenten für sein Engagement. Er habe die Freilassung der beiden Geiseln erreicht.

Unterdessen ist das Schicksal von Ingrid Betancourt weiter unklar. Clara Rojas erklärte, sie habe bereits drei Jahre nichts mehr von Betancourt gehört.