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Nach Geiselbefreiung gehen Verhandlungen mit FARC-Rebellen weiter

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Nach Geiselbefreiung gehen Verhandlungen mit FARC-Rebellen weiter

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Nach jahrelanger Gefangenschaft sind sie frei: Clara Rojas, Ex-Wahlkampfchefin der ebenfalls verschleppten damaligen Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt und
die Parlamentsabgeordnete Consuelo González.

Rojas war sechs Jahre in der Gewalt der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens FARC, González sogar sieben Jahre. Die Freilassung ist ein Erolg für den linksgerichteten venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez, der mit den Rebellen Gespräche aufgenommen hatte, um beide Frauen zu befreien.

Weiter unklar ist das Schicksal von Ingrid Betancourt. Rojas selbst erklärte, sie habe bereits drei Jahre nichts mehr von Betancourt gehört. Chávez kündigte an, die Gespräche mit der Farc fortzusetzen. Es gebe neue Vorschläge zur Freilassung weiterer Geiseln, so Chávez.

Hubschrauber des Roten Kreuzes brachten die beiden Frauen aus einem Indiodorf im kolumbianischen Departement Guaviare über die Grenze nach Venezuela. Von dort wurden sie mit einer kleinen Passagiermaschine in die Hauptstadt Caracas geflogen, wo sie erstmals wieder ihre Familien trafen.

In den vergangenen Wochen erklärten die Rebellen wiederholt, sie seien bereit, bis zu 50 Geiseln freizulassen, darunter neben Betancourt auch drei US-Bürger. Im Gegenzug müssten aber 500 hinter Gittern sitzende Guerilleros auf freien Fuß gesetzt werden. Insgesamt halten die FARC nach Schätzung von Menschenrechtsgruppen bis zu 800 Menschen in ihrer Gewalt.