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Erste Reaktionen der ehemaligen FARC-Geiseln

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Erste Reaktionen der ehemaligen FARC-Geiseln

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Die beiden am Donnerstag von den kolumbianischen FARC-Rebellen freigelassenen Geiseln haben in ersten Reaktionen die Methoden ihrer Enführer scharf verurteilt. Die Praxis des Menschenraubs und der Lösegelderpressung sei ein Verbrechen und eine Beleidigung der Menschheit, sagte die 44-jährige Clara Rojas. Die Anwältin war vor fast sechs Jahren gemeinsam mit der damaligen Präsidentschaftskandidatin Ingrid Bettancourt verschleppt worden, deren Wahlkampfleiterin sie war.

Die 57-jährige ehemalige Abgeordnete Consuelo Gonzales hatte vor ihrer Freilassung fast sieben Jahre in den Geisellagern der Rebellen im kolumbianischen Dschungel verbracht. Sie berichtete, dass viele Geiseln angekettet schlafen müssen. Auch wenn sie selbst nicht physisch gefoltert wurde, so sei “die Entführung an sich” aber eine Methode, die als Folter bezeichnet werden könne. Die Hauptaufmerksamkeit liegt nun beim Schicksal der weiter festgehaltenen Politikerin Ingrid Bettancourt. Oft gerät darüber in Vergessenheit, dass die FARC noch schätzungsweise 700 weitere Geiseln in ihrer Gewalt haben.