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Paris plant Verbot von gentechnisch verändertem Mais

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Paris plant Verbot von gentechnisch verändertem Mais

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Frankreich will den Anbau von genetisch verändertem Mais vorläufig verbieten. Die Regierung in Paris von einer Vorsichtsmaßnahme, die jedoch die Forschung an genverändertem Saatgut nicht ausschließe. Ein entsprechendes Gesetz wird jedoch nicht vor Mitte März vorliegen.

Der Aktivist Jose Bove stellte daraufhin seinen Hungerstreik ein. Bove hat in der Vergangenheit bereits mehrfach gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel protestiert und hat in Frankreich viele Anhänger. Im Frühjahr hatte Bove sogar für das Amt des französischen Präsidenten kandidiert. Dass Frankreich Vorsicht walten lasse und dass in diesem Jahr keine genetisch veränderten Pflanzen angebaut5 würden, sei eine wichtige Entscheidung, sagte Bove. Für die Bauern, die Verbraucher und für die gesamte Gesellschaft. Doch nicht alle Landwirte teilen diese Meinung. Denn der genveränderte Mais ist schädlingsresistent und bedarf in einem geringeren Maß der Pflege. “Ich hoffe, dass diese Entscheidung die notwenige Debatte über ein entsprechendes Gesetz nicht verhindert”, so Jean-Michel Lemetayer, Chef eines Bauernverbands. In der Nacht zum Samstag lief ein Ultimatum der Welthandels-Organisation ab: Weil einige Mitgliedsstaaten, darunter Deutschland und Österreich genmodifizierten Mais oder Soja verboten haben, drohen der Europäischen Union Sanktionen. Geklagt haben die USA, Argentinien und Kanada.