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Sardinien übernimmt neapolitanischen Abfall - Verhandlungen auch mit der Schweiz

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Sardinien übernimmt neapolitanischen Abfall - Verhandlungen auch mit der Schweiz

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Die neapolitanische Müllkrise sorgt auch auf Sardinien für Unruhe. Mehrere Jugendliche protestierten gegen die Ankunft eines mit Müll aus Neapel beladenen Schiffs im Hafen von Cagliari. 500 Tonnen Unrat wurden nach Sardinien geschafft und die sardische Regionalregierung erklärte sich bereit, auch weiteren Müll aus Neapel zu übernehmen. Damit reagierte Sardinien auf einen Appell der italienischen Regierung, der allerdings vielfach ungehört verhallte. Einige Regionen im Norden Italiens weigerten sich, den neapolitanischen Abfall zu entsorgen und argumentierten, ihre Anlagen seien bereits ausgelastet.

Rund 110.000 Tonnen Müll haben sich in und um Neapel angehäuft. Derzeit laufen Verhandlungen mit Schweizer Müllverbrennungsanlagen, die ausreichend Kapazitäten frei haben. Allerdings müssten die Schweizer Regierung und die betroffenen Kantone einer Übernahme des Abfalls zustimmen. Und sogar das Internet-Auktionshaus Ebay springt in die Bresche: Für 99 Cent kann man dort Müll aus Neapel ersteigern – in beliebiger Menge.