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Bewegendes Wiedersehen nach Jahren der Geiselhaft

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Bewegendes Wiedersehen nach Jahren der Geiselhaft

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Nach ihrer Freilassung durch die FARC-Rebellen ist Clara Rojas wieder bei ihrem Sohn. Der Junge sei in die Obhut seiner Mutter gegeben worden, teilte das Sozialamt mit. Rojas hatte den in Gefangenschaft geborenen Emmanuel im Alter von acht Monaten weggegeben müssen. Vater des heute fast Vierjährigen ist einer der Geiselnehmer.

Das wunderbarste Gefühl sei das, das sie sich hätte vorstellen können, sagte Rojas, sie beide seien so glücklich. Die Behörden hoffen nun, dass der Junge, der bei Pflegeeltern und im Waisenhaus aufwuchs, Aufschluß über den Verbleib weiterer Geisel-Kinder geben kann.

Die Freude über ihre wieder gewonnene Freiheit werde jedoch getrübt von der Sorge um die anderen Geiseln, hatte Rojas nach ihrer Landung in Bogotá gesagt. Eine mit ihr freigekommene frühere Abgeordnete soll heute heimkehren.

Eingefädelt worden war die Freilassung von Venezuelas Staatschef Hugo Chavez. Dessen Forderung, die FARC von internationalen Terroristen zu streichen, wies die kolumbianische Regierung unterdessen zurück. Die Rebellen halten noch immer hunderte Geiseln in ihrer Gewalt. Die Prominenteste unter ihnen ist die vor sechs Jahren gemeinsam mit Rojas entführte damalige Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt.