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British Council in Russland arbeitet weiter

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British Council in Russland arbeitet weiter

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Trotz eines Verbots des russischen
Außenministeriums hat das britische Kulturinstitut British Council in St. Petersburg und Jekaterinburg seine Büros wieder geöffnet. Die Filialen nahmen nach den Neujahrsferien ihre Arbeit wieder auf. Der britische Botschafter in Moskau, Tony Brenton, wurde deshalb ins russische Außenministerium einbestellt. Russland wirft Großbritannien vor, die Niederlassungen ohne Rechtsgrundlage zu
betreiben. London hält das Verbot für politisch motiviert. Brenton sagte nach seinem Gespräch im Außenministerium, das Treffen sei kurz gewesen und sehr eindeutig. Der stellvertretende Außenminister habe ihm ein langes Papier übergeben, in dem die russische Sichtweise auf die Arbeit des British Council dargestellt werde. Er habe es noch nicht im Detail gelesen. Er habe aber zu verstehen gegeben, dass der British Council auf vollkommen legaler Basis arbeite und dass er seine Arbeit fortsetzen werde. Jede Maßnahme Russlands dagegen verstoße gegen internationales Recht. Ein Sprecher des russischen Außenministeriums betonte, sollte Großbritannien weiterhin die russischen Forderungen ignorieren, werde man von dem Recht Gebrauch machen, entsprechende Schritte auch gegen das Büro des British Council in Moskau einzuleiten. Die russische Regierung hatte zum 1. Januar 2008 die Schließung der Regionalbüros des British Council in Russland verfügt. Nur die Zentrale in Moskau darf weiterarbeiten.