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China und Peking wollen wirtschaftlich enger zusammenrücken

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China und Peking wollen wirtschaftlich enger zusammenrücken

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China und Indien wollen ihre Handelsbeziehungen
ausbauen. Das wurde am zweiten Tag des China-Besuchs von Premierminister Manmohan Singh in Peking vereinbart. China sei bereit, mit Indien Ideen auszutauschen, um eine strategische partnerschaft zu entwickeln, so Ministerpräsident Wen Jinbao.

Indiens Handelsminister Kamal Nath erklärte, die Stärken beider Volkswirtschaften seien wichtige Aspekte, um der Schwäche der Weltkonjunktur zu begegnen. Habe man früher gesagt, wenn die USA nießten, bekomme die Weltwirtschaft eine Erkältung, so werde dieser Satz künftig auf Indien und China angewendet werden müssen.

Die bevölkerungsreichsten Länder der Erde erreichen seit Jahren Wachstumsraten um die zehn Prozent. In diesem Jahr erwarten beide einen leichten Rückgang: China auf zehn, Indien auf 8,4 Prozent.

Der bilaterale Handel hat derzeit ein Volumen von 25 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 56 Prozent binnen eines Jahres. Gleichzeitig wuchs das indische Handelsbilanzdefizit mit China von 2,7 auf 6,5 Milliarden Euro und könnte 2008 Berechnungen aus Neu Delhli zufolge rund acht Milliarden Euro erreichen.

Neben verstärkter Kooperation gibt es aber auch erheblichen Wettbewerb zwischen beiden Staaten, denn China und Indien drängen auf dieselben Märkte und ringen um dieselben natürlichen Ressourcen. Zudem haben beiden Schwächen im FInanzsystem.