Eilmeldung

Eilmeldung

Nahostverhandlungen über Kernprobleme

Sie lesen gerade:

Nahostverhandlungen über Kernprobleme

Schriftgrösse Aa Aa

Zum ersten Mal seit sieben Jahren verhandeln Israel und die Palästinenser wieder über die Kernfragen in ihrem jahrzehntelangen Konflikt. In Jerusalem trafen sich dazu der frühere palästinensische Regierungschef Achmed Kurei und Israels Außenministerin Zipi Liwni.

Ihre Chefs hatten sich letzte Woche auf die Regeln für diese Gespräche geeinigt. Alle zwei Wochen wollen sich Palästinenserpräsident Machmud Abbas und Israels Regierungschef Ehud Olmert außerdem treffen, um den Fortgang zu überprüfen.

Aber der Friedensprozess hat Gegner: In Israel ist es zum Beispiel Silvan Schalom, Abgeordneter der Oppositionspartei Likud und bis 2006 Außenminister. Er weist darauf hin, dass Abbas nicht alle Palästinenser vertrete. Die konkurrierende Hamas-Partei sei klar gegen die Verhandlungen. Und Olmert habe auf der anderen Seite nicht einmal
ein Mandat seines eigenen Regierungsbündnisses: Eine wichtige Partei scheide bald aus, und die anderen seien gegen einen möglichen Rückzug aus dem Westjordanland und aus Jerusalem.

Damit sind einige der Hauptprobleme genannt: Die jüdischen Siedlungen im Westjordanland zum Beispiel oder die Frage einer Rückkehr von Millionen palästinensischer Flüchtlinge nach Israel. Israel besteht seinerseits als Grundvoraussetzung auf einem Gewaltverzicht der Palästinenser – schwierig, wenn deren Hamas-Bewegung nicht einmal mitverhandelt.