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Streit um Kaschagan-Ölfeld beigelegt: Kasachstan wird größter Aktionär im Joint venture

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Streit um Kaschagan-Ölfeld beigelegt: Kasachstan wird größter Aktionär im Joint venture

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Der seit Monaten andauernde Streit um die Entwicklung des Kaschagan-Ölfelds in Kasachstan ist beigelegt. Die Mitglieder des von der italienischen ENI geführten Konsortiums traten die Führungsrolle bei der Erschließung des Feldes an den staatlichen kasachischen Ölkonzern KazMunaiGaz ab. Ein entsprechender Vertrag wurde am Montag in der Hauptstadt Astana unterzeichnet.

KazMunaiGaz verdoppelt seinen Anteil von acht auf 16 Prozent und wird künftig größter Aktionär des Joint ventures, wie der kasachische Energieminister Sauat Mynbajew erklärte. In der neuen Betreibergesellschaft werde ENI für Schürfung und Förderung verantwortlich sein, bis diese Phase abgeschlossen werde. Alle Aktivitäten würden indes von der Führung des Joint ventures kontrolliert.

Aus dem immensen Kaschagan-Feld sollen einmal etwa 1,5 Millionen Barrel pro Tag gepumpt werden.
Das Feld im nördlichen Teil des Kaspischen Meeres verfügt Schätzungen zufolge über rund 18 Milliarden Barrel an förderbaren Reserven. Damit ist es eines der größten Ölvorkommen, die in den vergangenen Jahrzehnten entdeckt wurden.

Kasachstan hat nach dem Vorbild Russlands und
Venezuelas begonnen, seine Energieförderung nicht zuletzt aufgrund der hohen Weltmarktpreise wieder stärker unter staatliche Kontrolle zu bringen.