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US-Vorwahlkarussell dreht sich weiter: McCain hofft auf Michigan, Obama auf South Caroline

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US-Vorwahlkarussell dreht sich weiter: McCain hofft auf Michigan, Obama auf South Caroline

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Im Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur rückt nun Michigan ins Blickfeld, denn dort fällt am Dienstag die nächste Entscheidung bei den Republikanern. John McCain hofft nach seinem Sieg in New Hampshire auf einen neuerlichen Erfolg, der sein Comeback endgültig besiegeln würde. Noch im Herbst galt der 71-jährige als chancenlos – aber seit New Hampshire steigen seine Umfragewerte und auch die bislang recht bescheidene Spendenkasse füllt sich. Aber da ist noch ein Republikaner, der endlich gewinnen will, nämlich Mitt Romney, der mit Heimvorteil ins Rennen geht: Er ist in Michigan aufgewachsen. In manchen Umfragen führt er, in anderen liegt er hinter McCain auf Platz zwei, aber eine neuerliche Niederlage, noch dazu in seinem Heimatstaat, wäre eine bittere Pille für den Mormonen.

Für die Demokraten geht es am 19. Januar in Nevada weiter. Strategisch wichtiger ist freilich die Vorwahl in South Carolina eine Woche später. Hillary Clinton, die durch ihren Sieg in New Hampshire wieder Rückenwind bekam, will nun mehr auf Emotionen setzen, seit ihr vorgworfen wurde, zu kühl zu wirken. Gerade in South Carolina mit seinem hohen schwarzen Bevölkerungsanteil aber könnte Barack Obama die besseren Karten haben. Ein Erfolg, so ein Sprecher Obamas, solle der Auftakt zu einer Siegesserie am 5. Februar werden – und das wiederum wäre für Obama wohl tatsächlich so etwas wie die Erfüllung des amerikanischen Traums, den er in seinen Ansprachen so oft beschwört.