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Citigroup gerät in Kreditkrise immer mehr unter die Räder

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Citigroup gerät in Kreditkrise immer mehr unter die Räder

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Die Belastungen für den größten US-Finanzkonzern Citigroup durch die Kreditkrise sind stärker als erwartet. Dadurch rutscht der Branchenriese so tief in die roten Zahlen wie noch nie zuvor. Neben Rekordabschreibungen von zwölfeinhalb Milliarden Euro erlitt die Citigroup einen Verlust von 6,8 Milliarden Euro im vierten Quartal.

In jenem Zeitraum brach der Umsatz um 70 Prozent auf nur noch fünf Milliarden Euro ein. Über Großaktionäre und Anleihen musste sich der angeschlagene Riese dringend benötigte Kapitalspritzen verschaffen.

Nach Meinung von Analysten hat die Citigroup das Problem bislang nicht in den Griff bekommen. “Es ist unumgänglich für die Bank, sich von Unternehmensbereichen zu trennen.” Für die Anleger heißt es nun, tapfer sein: Der Börsenwert der Citigroup büßte binnen Jahresfrist um die Hälfte ein.

Begleitet von Protesten von Beschäftigten kam unterdessen in Newcastle die Hauptversammlung des angeschlagenen britischen Baufinanzierers Northern Rock zusammen.

Bei dem Aktionärstreffen ging es um die höchst unsichere Zukunft der Bank. Vor allem Fondsgesellschaften verlangen ein größeres Mitspracherecht. Wie auch dieser Kleinanleger wollen alle Anteilseigner verhindern, dass Northern Rock verstaatlicht wird.

Doch darauf deutet derzeit alles hin. Als Northern Rock vor dem Kollaps stand, kam die Bank von England mit Notkrediten zu Hilfe. Da diese Milliarden-Summen wohl kaum zurückgezahlt werden können, will die Londoner Regierung den Baufinanzierer unter staatliche Kontrolle bringen.