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Massiver Stellenabbau bei Musikkonzern EMI - 2000 Arbeitsplätze sollen verschwinden

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Massiver Stellenabbau bei Musikkonzern EMI - 2000 Arbeitsplätze sollen verschwinden

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Der krisengeschüttelte britische Musikkonzern EMI zieht die Notbremse: In den kommenden Monaten sollen bis zu 2000 Arbeitsplätze abgebaut werden, knapp ein Drittel des gesamten Personalbestands.
Das teilte Guy Hands mit, der Chef des Finanzinvestors Terra Firma, dem EMI seit dem Sommer gehört. Der Schritt sei nötig, da das Unternehmen damit “kämpft”, auf die Herausforderungen der digitalen Umwelt zu antworten, so Hands.

Das Musikgeschäft ändere sich rasant, sagt Branchenexperte Paul Gambaccini. Die CD-Absätze gingen zurück, gleichzeitig stiegen die Einnahmen aus Downloads aus dem Internet. Doch das Problem sei, dass die Downloads die Verluste aus dem CD-Geschäft nicht ausglichen.

Neben Downloads setzt auch die Musikpiraterie der gesamten Branche stark zu. Mit einem Marktanteil von mehr als 13 Prozent gehört EMI bislang zu den vier großen Konzernen, die die Musikindustrie dominieren. Im vergangenen Jahr schrieb EMI einen Verlust von 350 Millionen Euro vor Steuern.

Der angekündigte Stellenabbau dürfte weiter für böses Blut zwischen dem neuen Eigentümer und den Musikern sorgen. Seit längerem werfen Künstler dem Finanzinvestor vor, nichts von Musik zu verstehen. Die Entscheidung, Abteilungen zusammenzulegen und das Werbebudget zu kürzen, weckt zudem die Befürchtung, nicht genug Geld für das wichtige Marketing ihrer Alben zu haben.