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USA: Dritte Präsidentschaftsvorwahl lässt alles offen

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USA: Dritte Präsidentschaftsvorwahl lässt alles offen

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Nun kann endlich auch er jubeln: Mitt Romney hat im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur seiner
Republikanischen Partei die Vorwahl im amerikanischen Bundesstaat Michigan gewonnen.

Bisher war er zweimal Zweiter; praktisch eine Niederlage, angesichts der Millionensummen, die er für die ersten beiden Vorwahlen ausgegeben hat. Das Modewort der Vorwahlen trifft nun auch auf Romney zu: Ein Comeback sei das, und zwar gleich für ganz Amerika, sagt er. Neununddreißig Prozent für Romney, ein deutlicher Sieg – der Unternehmer und frühere Gouverneur bleibt im Rennen.

Dreißig Prozent stimmten für John McCain, seit langem Senator in Washington. Vor einer Woche hatte er sein Comeback, mit dem Sieg in New Hampshire. Seitdem führt er auch in den landesweiten Umfragen. Nach New Hampshire habe er schon gedacht, es würde jetzt mal ein bisschen leichter werden, sagt McCain vor seinen Anhängern. Aber es gehe genauso gut auch auf die harte Tour: Er habe nichts gegen einen Kampf, er sei dabei.

Sieger bei der ersten Vorwahl in Iowa, diesmal Dritter: Mike Huckabee, Prediger und ebenfalls ein ehemaliger Gouverneur. Drei Wahlen, drei Sieger – bei den Republikanern ist alles offen. Und dabei greift der zumindest noch vor einiger Zeit hochgewettete Rudy Giuliani, New Yorks ehemaliger
Oberbürgermeister, erst noch ins Geschehen ein.

Bei den Demokraten hatte die Vorwahl von Michigan
keine Bedeutung: Hillary Clinton gewann zwar, aber die Hauptkonkurrenten standen gar nicht auf der Liste. Die Demokraten hier im Bundesstaat hatten sich im Streit um den Termin für die Vorwahl mit der
Bundespartei verkracht. Auf dem Wahlparteitag Ende August hat Michigan deshalb nun keine Stimme und entscheidet nicht mit über den demokratischen Kandidaten für die Präsidentenwahl am 4. November.