Eilmeldung

Eilmeldung

Neue Proteste gegen Kenias Präsidentenwahl

Sie lesen gerade:

Neue Proteste gegen Kenias Präsidentenwahl

Schriftgrösse Aa Aa

Die Proteste gegen Kenias umstrittene Präsidentenwahl gehen weiter: Trotz Kundgebungsverbots gingen Anhänger der Opposition erneut auf die Straße. In mehreren Städten kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Einem Bericht zufolge wurden dabei in der Hauptstadt Nairobi zwei Demonstranten getötet.

Nairobis Elendsviertel und der Westen des Landes um die Stadt Kisumu sind die Schwerpunkte der Proteste; hier hat der Wahlverlierer Raila Odinga die meisten Unterstützer. Auch in Kisumu kam es wieder zu Unruhen, als die Polizei die Demonstranten auseinandertrieb. Dabei fielen Schüsse; nach Augenzeugenberichten gab es Verletzte.

Odinga hat seine Anhänger für drei Tage zu Kundgebungen aufgerufen. Schon gestern wurden bei den Protesten in Kisumu wahrscheinlich drei Menschen getötet.

Bei der Präsidentenwahl Ende Dezember hatte Amtsinhaber Mwai Kibaki knapp gewonnen. Die Opposition wirft ihm aber Wahlbetrug vor; in fast allen Umfragen hatte Odinga zuvor über Monate geführt. Auch internationale Beobachter bezweifeln das Ergebnis.