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Serbien kündigt gewaltfreien Widerstand gegen Unabhänigkeit des Kosovo an

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Serbien kündigt gewaltfreien Widerstand gegen Unabhänigkeit des Kosovo an

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Vor dem Weltsicherheitsrat in New York hat der serbische Staatspräsident Boris Tadic am Mittwochabend Ortszeit bekräftigt, daß sein Land eine Unabhänigkeit des Kosovo ablehnt. Man werde mit allen friedlichen Mitteln dagegen kämpfen, sagte Tadic. Militärische Gewalt schloß er aus, solange es nicht zu Gewaltakten gegen die serbische Minderheit kommt: “Serbien wird niemals die Unabhänigkeit des Kosovo anerkennen. Es wird seine territroiale Integrität und Souveränität mit allen demokratischen, juristischen und diplomatischen Mitteln verteidigen. Und ich bestätige erneut, es wird nicht zu Gewalt und Krieg greifen”, versicherte Tadic dem Weltsicherheitsrat.

Die Stellungnahme des neugewählten Ministerpräsidenten des Kosovo, Hashim Thaci, vor dem Sicherheitsrat war nicht öffentlich, weil seine Regierung noch nicht international anerkannt ist. Anschließend betonte er vor der Presse, daß die Unabhänigkeit unausweichlich ist: “Kosovo ist bereit, es ist einig. Wir wollen unsere Hausaufgaben machen und hoffen, daß die Völkergemeinschaft uns bald anerkennt, Washington, Brüssel und andere”, sagte Thaci.

Rußland hat mit seinem Veto bislang verhindert, daß der Weltsicherheitsrat sich für eine Unabhänigkeit des Kosovo ausspricht. Allgemein wird nach den serbischen Präsidentschaftswahlen eine einseitige Unabhänigkeitserklärung aus Pristina erwartet.