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Weitere Tote bei Protesten der Opposition in Kenia

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Weitere Tote bei Protesten der Opposition in Kenia

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In Kenia sind nach Angaben der Opposition weitere sieben Menschen bei Protesten getötet worden; die Polizei sprach von zwei Toten.
Die Opposition geht inzwischen von mehr als eintausend Toten seit den umstrittenen Wahlen Dezember aus.
Allein in den vergangenen zwei Tagen seien siebzehn Menschen getötet worden, sagte Oppositionsführer Raila Odinga in Nairobi. Seine
“Orangene Demokratiebewegung” hatte ihre
Anhänger aufgerufen, ab Mittwoch drei Tage lang für
Neuwahlen zu demonstrieren.
Vor allem Rande von Nairobi kam es zu Zusammenstößen, aber auch im Zentrum der Hauptstadt.
Odinga erkennt den angeblichen Sieg des Amtsinhabers Mwai Kibaki bei der
Präsidentenwahl am 27. Dezember nicht an und spricht von Wahlbetrug. Auch internationale Beobachter stellten Unregelmäßigkeiten fest.
Das Europaparlament forderte nun mit einer Resolution eine Wiederholung der Wahl.
Die Polizei ging erneut im ganzen Land mit
Tränengas und scharfer Munition gegen Demonstranten vor.
Odinga warf den Sicherheitsbehörden wörtlich “Gestapo-Methoden” vor: Sie seien dabei, aus Kenia ein “Leichenfeld” zu machen.