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Schachlegende Bobby Fischer gestorben

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Schachlegende Bobby Fischer gestorben

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Er habe nichts gegen Japan, aber leider habe das Land eine kriminelle Regierung, sagte die Schachlegende Bobby Fischer im Juli 2005 auf dem Flughafen von Tokio, nach der Freilassung aus der Auslieferungshaft. Nun ist das einstige Wunderkind, das 1972 in Island den damaligen russischen Weltmeister Boris Spassky entthronte, dort, im isländischen Exil, gestorben. Er stand längst im Ruf eines Exzentrikers, als er sich 1992 über die Serbien-Sanktionen der USA hinwegsetzte und im damaligen Jugoslawien erneut gegen Spassky antrat – und gewann.

Danach wurde er von den US-Behörden gesucht. Fortan mied er sein Heimatland – und entzog sich so einer Festnahme, bis er in Japan in Auslieferungshaft genommen wurde. Danach ließ er sich in Island nieder. Für die verschiedenen Mißgeschicke seines Daseins machte er vor allem “die Juden” verantwortlich. Bobby Fischer wurde 64 Jahre alt.