Eilmeldung

Eilmeldung

Wieder Todesopfer bei Protesten in Kenia

Sie lesen gerade:

Wieder Todesopfer bei Protesten in Kenia

Schriftgrösse Aa Aa

In Kenia ist es erneut zu schweren Zusammenstössen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Die Sicherheitskräfte gingen wieder mit Tränengas und scharfer Munition gegen die Protestierenden vor. Landesweit wurden dabei mindestens acht Menschen getötet, hieß es. Oppositionsführer Raila Odinga erkennt Präsident Mwai Kibakis Sieg bei der Wahl nicht an und spricht von Wahlbetrug. Ein Bündnis von Bürgerrechtsgruppen forderte die Neuauszählung der Stimmen. Die Anhänger der Opposition demonstrieren seit Mittwoch landesweit. Einer der Anführer der Orangenen Demokratiebewegung wurde bei den Protesten in Nairobi festgenommen. Von der kommenden Woche an will die Opposition ihre Strategie ändern und Unternehmen boykottieren, die Kibaki oder anderen Regierungsmitgliedern gehören, teilte ein Sprecher mit. In der Hauptstadt Nairobi hinderte die Polizei die Einwohner in den Slums mit Tränengas und Schüssen daran, die Armenviertel zu verlassen und in die Innenstadt zu marschieren. Nach dem Wahlgang am 27. Dezember war es zu blutigen Unruhen mit hunderten Todesopfern gekommen, mindestens 250.000 Menschen flüchteten vor der Gewalt.