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Opposition in Kenia kündigt weitere Proteste an

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Opposition in Kenia kündigt weitere Proteste an

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Die Opposition in Kenia hat für die kommende Woche neue Proteste gegen die umstrittene Präsidentenwahl von Ende Dezember angekündigt. Unterdessen traf EU-Entwicklungskommissar Louis Michel in Nairobi mit Oppositionsführer Raila Odinga zusammen. Sie hätten ein sehr gute Diskussion über die Lage im Lande gehabt, sagte Odinga nach dem Treffen. Er habe dem EU-Kommissar seinen Standpunkt dargelegt und erläutert, wie er die Krise überwinden wolle, und Michel habe seine Sorge als Freund Kenia ausgedrückt.

Zuerst hatte der EU-Kommissar eine Unterredung mit Vizepräsident Kalonzo Musyoka. Louis Michel wollte auch mit dem Präsidenten Mwai Kibaki zusammentreffen. Er war nach der Wahl zum Sieger erklärt worden; die Opposition spricht von Wahlbetrug. Seitdem sind mehr als sechshundert Menschen bei Zusammenstößen und Massakern ums Leben gekommen. Allein bei den Protestdemonstrationen der vergangenen drei Tage wurden mindestens 23 Menschen getötet. Unterdessen wurden die von der Polizei festgenommenen Deutschen und eine Niederländerin wieder freigelassen.