Eilmeldung

Eilmeldung

Drohende Energiekrise im Gazastreifen - Israel will nicht nachgeben

Sie lesen gerade:

Drohende Energiekrise im Gazastreifen - Israel will nicht nachgeben

Schriftgrösse Aa Aa

Nach der Abriegelung des Gazastreifens durch Israel sind rund 1,5 Millionen Palästinenser von einer schweren Energiekrise bedroht. Das einzige Kraftwerk im Gazastreifen hat seine beiden Turbinen abgeschaltet – wegen der ausbleibenden Lieferungen von Dieselkraftstoff aus Israel, hieß es. Das Kraftwerk liefert mehr als die Hälfte der im Gazastreifen benötigten Energie.

Die Folgen waren weitreichende Stromausfälle – mit schwerwiegenden Folgen etwa für Krankenhäuser, die die Versorgung der Patienten nicht mehr gewährleisten können. Aber auch das alltägliche Leben ist beeinträchtigt. Die meisten Tankstellen sind ohne Kraftstoff, Lieferungen von Lebensmitteln und Hilfsgütern blieben an der Grenze stecken. Viele Fischer wissen nicht mehr weiter, denn ohne Treibstoff können sie nicht ausfahren. “Die Grenzen am Wasser, am Land und in der Luft sind geschlossen”, klagt einer von ihnen. “Es gibt keinen Treibstoff, daher können wir nicht arbeiten. Wir sitzen nur herum.”

Israel bleibt jedoch hart. Ayeh Mekel, der Sprecher des israelischen Außenministeriums, erklärte, man müsse Druck auf terroristische Organisationen im Gazastreifen ausüben, um dem Raketenbeschuss ein Ende zu machen. In dieser Woche hatten Extremisten mehr als 100 Raketen auf Israel abgefeuert, die meisten auf die Grenzstadt Sderot. Aus der israelischen Regierung hieß es, die Stadt stehe kurz vor dem Zusammenbruch.