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Serbien vor einer Richtungswahl - Nikolic und Tadic in Stichwahl

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Serbien vor einer Richtungswahl - Nikolic und Tadic in Stichwahl

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In Serbien kommt es zu einer Stichwahl um das Präsidentenamt. Den ersten Wahlgang hat der extreme Nationalist Tomislav Nikolic überraschend deutlich gewonnen. Mit knapp 40 Prozent verfehlte er jedoch die absolute Mehrheit klar. Nikolic will Serbien näher an Russland heranführen. Für den zweiten Wahlgang ist er optimistisch: “Der Wahlkampf war hart. Wir haben das Fundament für den Sieg im zweiten Wahlgang, gelegt”, sagte Nikolic.

Sein Gegenkandidat, Amtsinhaber Boris Tadic, steht für die Öffnung Serbiens nach Westen. Auch wenn Tadic am Sonntag acht Prozent hinter Nikolic lag, glaubt er doch, daß er in 14 Tagen das Blatt wenden kann: “ Ich sehe der Stichwahl optimistisch entgegen. Ich bin sicher, wir werden gewinnen”, sagte Tadic.

Der Hohe Repräsentant der EU für Außenpolitik Javier Solana würdigte die hohe Beteiligung als Ausdruck der politischen Reife des serbischen Volkes. “Die hohe Walbeteiligung zeugt von einem enormen Interesse der Bevölkerung an einer demokratischen Lösung. Wir hoffen, daß es es Stimmung zugunsten einer Annäherung an die EU gibt. Wir sind bereit zu guten Beziehungen mit Serbien und sähen es gerne, wenn Serbien sich der EU annäherte”, sagte Solana.

Die Kommentatoren sprechen von einer Richtungswahl, vor der Serbien am 3. Februar stehen wird. Vor vier Jahren standen sich beide Kandidaten übrigens schoneinmal in der Stichwahl gegenüber, damals gewann Tadic.