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Prodi stellt zum 32. mal die Vertrauensfrage

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Prodi stellt zum 32. mal die Vertrauensfrage

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Der italienische Ministerpräsident Romano Prodi hat am Dienstag die Vertrauensfrage gestellt. Zunnächst soll am Mittwochnachmittag die Abgeordnetenkammer über die Vertrauenfrage abgestimmen. Die Abstimmung im Senat soll zu einem noch nicht festgelegten, späteren Zeitpunkt erfolgen.

Prodis Koalition hat in der Kammer eine große Mehrheit. Über das Schicksal der Regierung dürfe allein das Parlament entscheidden, sagte Prodi.

Die kleine christdemokratische Udeur-Partei des früheren Justizministers Mastella hatte sich am Montag aus der Koalition zurückgezogen. Damit hatte Prodis Bündnis, das bisher aus neun Parteien bestand, im Senat seine hauchdünne Mehrheit verloren.

Mastrella war wegen einer Korruptionsaffäre zum Rücktritt gezwungen worden. Die Koalitionspartner hoffen, daß die Udeur ihre Entscheidung überdenkt. Die Kleinpartei will jedoch in beiden Kammern Prodi das Vertrauen versagen. Oppositionschef Silvio Berlusconi forderte bereits Neuwahlen. In den Meinungsumfragen liegt die Opposition deutlich in Führung.

Es ist das 32. Mal, daß Prodi seit seinem Amtsantritt 2006 die Vertrauensfrage stellen muß.