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Russland erneut gegen unabhängiges Kosovo

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Russland erneut gegen unabhängiges Kosovo

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Kurz vor der erwarteten Unabhängigkeitserklärung des Kosovo haben einige der Hauptbeteiligten ihre Standpunkte noch einmal deutlich gemacht. Vor allem Russland ist gegen eine Unabhängigkeit der abtrünnigen Provinz, die jetzt noch zu Serbien gehört. Außenminister Sergej Lawrow warnt davor, dass das ein Beispiel für andere Gebiete weltweit geben könnte.

Von zweihundert solchen Gebieten spricht er, erwähnt aber vor allem Abchasien und Südossetien: Beide gehören zu Georgien, werden aber vor allem von Russen bewohnt und wollen auch zu Russland gehören. Lawrow sagt, wenn man einem etwas erlaube, dann würden viele andere das gleiche Recht
verlangen.

Das Kosovo wird zu neunzig Prozent von Albanern bewohnt, die mit Serbien nichts mehr zu tun haben wollen. Russland droht aber auch damit, ein unabhängiges Kosovo weder in die UNO zu lassen noch in andere derartige Organisationen.

In Brüssel, bei EU und NATO, wirbt jetzt Hashim Thaci für die Unabhängigkeit, der Regierungschef des Kosovo. Er sagt, die Unabhängigkeit komme so bald wie möglich. Alles geschehe aber in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit den Partnern in Washington und Brüssel.

Viele erwarten die Unabhängigkeitserklärung in den nächsten Wochen; auf jeden Fall erst, wenn in Serbien Anfang Februar der neue Präsident gewählt ist. Die USA würden ein unabhängiges Kosovo anerkennen, ebenso die meisten Länder der Europäischen Union. Im Februar entscheidet die EU auch über eine eigene Polizeimission im Kosovo, das jetzt noch von der UNO verwaltet wird.