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Kolumbiens Präsident trifft freigelassene Geisel

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Kolumbiens Präsident trifft freigelassene Geisel

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Der kolumbianische Präsident Alvaro Uribe ist in Madrid mit einer von der größten linksgerichteten Rebellengruppe seines Landes, der FARC, freigelassenen Geisel zusammengetroffen. Clara Rojas war nach fast sechs Jahren Gefangenschaft vor zwei Wochen von der FARC befreit worden. Die Gruppe hält weiterhin hunderte von Menschen gefangen, darunter die frühere Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt.

Im kolumbianischen Neiva führte derweil die frühere Parlamentsabgeordnete Consuelo Gonzales, die gemeinsam mit Rojas freigelassen worden war, eine Gruppe von 5000 Demonstranten an, die die Befreiung sämtlicher Geiseln forderten. Eine Lösung des Konflikts zwischen FARC und der kolumbianischen Regierung könne nur durch Beteiligung der Bevölkerung herbeigeführt werden, sagte Gonzales. Die Menschen seien der entscheidende Faktor.

Gonzales und Rojas waren nach einer Intervention des Präsidenten von Venezuela, Hugo Chavez, befreit worden, doch dessen Vermittlerrolle ist in Kolumbien umstritten. Auf einem der Protestplakate hieß es: FARC gleich Tod, Blut und Chavez.